Kindertagesstätte Cunnersdorf - Wald und Wiese
Kindertagesstätte Cunnersdorf - Wald und Wiese
Wald und Wiesenpost

Wald und Wiesenpost

Lange haben wir uns hier nicht zu Wort gemeldet. Ja, es gibt uns noch und uns geht es gut, hier in der Kita „Wald und Wiese“ in Cunnersdorf. Wir haben in den letzten Wochen und Monaten lediglich unseren Fokus mehr auf unseren Bildungsauftrag gerichtet. So ein Artikel ist schließlich nicht „mal schnell zwischen Tür und Angel“ geschrieben und kostet wertvolle Bildungs-Zeit.

Ich betone bewusst die „Bildung“ bei der Arbeit der Kinder im Kindergarten. Was ich heute hier schildere, macht die tägliche Leistung unserer Schützlinge deutlich.

Unser Ziel sollte es sein, zur Kirmes Kekse zu verkaufen. In den Vorbereitungen wurden zu Hause die Plätzchen mit den Kindern gebacken und dekoriert. Nun stehen übervolle Schüsseln mit leckerem Gebäck vor uns. Was ist jetzt zu tun? Hier ist Alltagswissen gefragt.

Eine Balkenwaage hilft uns, überall gleichviel Kekse in die Tüten zu legen. „Lege ich zu viel hinein, geht die Waage runter. Dann muss ich etwas weg nehmen. Bleibt sie oben, dann fehlen Kekse und ich muss probieren, wie viele Kekse ich noch dazu legen muss!“ erklärt mir nach getaner Arbeit ein kleiner Pfiffikus. Das schult das mathematische Denken und die kindliche Fingerfertigkeit, auch Feinmotorik genannt. Die kleinen Verkäufer müssen sich untereinander austauschen, wer dran ist und müssen warten können, bis die Waage für die eigene Tätigkeit frei ist. Sie treten damit in soziale Kontakte und lernen dabei noch, sich richtig auszudrücken. Nebenbei fällt ein Keks runter und zerbricht. Das Kind erwirbt sich dabei Wissen über das Material und das Prinzip von „Ursache-Wirkung“. Ich als Erzieherin beobachte und halte das aus, nicht zu schnell bei der Lösung von kniffligen Dingen zu helfen. Die Kinder sollen selbst erfahren, wie sie zum Ziel/Ergebnis kommen. Nur so bleibt es nachhaltig.

Alle Kekse sind verpackt oder verkostet (damit haben wir auch alle Sinne angesprochen). Das Zimmer wird wieder eingeräumt, die Arbeitsgeräte werden gereinigt und zurück an Ort und Stelle gebracht Auch das erfordert Wissen und Können.

Und nun kommt der große Tag: Kirmes. Wir verkaufen unser Werk! Mit dem dekorierten Bollerwagen und Glocke flanieren wir mit Stolz über den Festplatz und bringen unsere Plätzchen an „den Mann und die Frau“. Ich als Erwachsene bin das nur das „Zugpferd“ für den Wagen. Alles andere erledigen die Kinder. Die großen Geschwister helfen den Jüngeren, die die Geldstücke noch nicht so genau kennen. Aber alle Beteiligten sehen den Erfolg ihrer Arbeit. Vielen Dank an alle, die unsere Waren gekauft haben und das Spiel mitgespielt haben. Und wann habt ihr die Arbeit der Kinder schon einmal aus dieser Sicht wie eben beschrieben angesehen? Oder meint ihr, die Kinder „spielen nur“ im Kindergarten? Nein, sie leisten jeden Tag ganz bemerkenswerte Dinge.

Termine Krabbelgruppe

  • 14.11.2018, 15.30 bis 16.30
  • 28.11.2018, 15.30 bis 16.30