Kindertagesstätte Cunnersdorf - Wald und Wiese
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  • Krimi in Cunnersdorf
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Krimi in Cunnersdorf?

Nein, kein Krimi, aber mindestens genauso spannend.

Unlängst passierten wir auf dem Weg zum Bärenteich im Unterdorf ein hölzernes altes Gebäude, bei dem zwei Bretter fehlten und uns den Blick ins Gebäudeinnere frei gab. „Oh, da ist ein Zug!“ „Ne, das sind doch bloß Schienen.“. „Quatsch! Gugg doch mal… da ist ein richtiger Zughänger! Siehst du die Räder?“ Den kindlichen Ratespielen zuzuhören war recht amüsant. Keiner hatte so recht Ahnung was sich da hinter den Brettern verbirgt. Dem müssen wir auf den Grund gehen. Da sind wir uns alle einig. Wir kontaktierte den Besitzer, der uns gern seine Zeit schenkte.

An einem sonnigen Morgen im Mai empfängt uns Herr Hübner mit vielen Bildern unterm Arm an seinem Haus. Es sind alte Bilder, auf denen wir Gebäude sehen, die nur noch zum Teil existieren. Er erzählt von einem Betrieb, den wir uns nur schwer vorstellen können. „Schaut mal ! Dort wo die große Eiche steht begann das Gelände.“ erklärt er uns nicht wenig stolz. “ Hier lagen ganz viele große Baumstämme.“ und zeigt auf ein altes Foto der ehemaligen Lagerhalle des Sägewerkes. Das Zuhören fällt schwer, denn zu viel ist zu sehen.

Herr Hübner führt uns am alten Mühlgraben entlang zum Kernstück des ehemaligen Werkes. „Hier lief das Wasser entlang und ….“ Wir gehen einen kurzen Weg zum geheimnisumwobenen Gebäude…“ Hier unten könnt ihr noch die Reste vom Mühlrad sehen. Hier wurde das Mühlrad vom angestauten Wasser angetrieben.“ Ein großer dunkler Graben zwischen dem blauen Wohnhaus und dem Bretterhaus lässt erahnen, was früher hier mal vor sich ging. Doch nun endlich zu dem Bahnhof! Bahnhof? Nein, Herr Hübner führt uns in das sonst verschlossene Krimi-Haus. Nicht nur die Kinderherzen schlagen höher. Es sieht aus wie auf einem alten Dachboden… mit Schienen.

Nach ein paar sehr wichtigen Sicherheitshinweisen durch den Hausherren beginnt er zu berichten und zu zeigen, womit hier in Spitzenzeiten zwanzig Cunnersdorfer Männer und Frauen ihr Geld verdienten, nämlich mit dem Zersägen von Baumstämmen zu Brettern. Um die Baumstämme zu transportieren gab es Loren, Wagen auf Schienen. Das alte große Sägegatter demonstriert uns Herr Hübner genauso stolz, wie er auch von einer seiner Jugendsünden berichtete: Die Lore war auch für ihn als Junge sehr interessant. Er zeigte uns seine „Abfahrts-Strecke“, die ihm zu „paar hinter die Ohren“ seines Vater verhalf.

Natürlich durften sich die Kinder auch auf einem solchen „Spaß-Wagen“ platzieren. Herr Hübner fungierte als Kutscher und schob die Mädchen und Jungen vergnügt durch den noch sicheren Bereich des alten Betriebs; natürlich nur auf gerader Strecke ohne Abfahrt!

Wir möchten uns ganz herzlich bei Herrn Hübner bedanken für ein Stück so lebendig erlebte Cunnersdorfer Geschichte. Wir möchten ihn ermutigen, das auch für andere Interessierte zu wiederholen… Na gut, vielleicht ohne „Kutsche“. Es wäre schade, wenn dieser Teil der Geschichte unseres Ortes in Vergessenheit gerät.

Vielen Dank!

Termine Krabbelgruppe

  • 14.11.2018, 15.30 bis 16.30
  • 28.11.2018, 15.30 bis 16.30